Krug und gut!

Krug und gut!

Der Krug in der Paul-Roosen-Straße kuschelt sich gemütlich in eine dichte Efeuhecke und versteckt sich dort, bis seine hungrigen Erstbesucher verzweifelt die Nachbarläden abklappern, um rauszufinden, wo denn nun die angesagteste Weinstube Hamburgs zu finden ist. Der ‘Krug’ verbindet also die Menschen. Draußen wie drinnen. Wir sind eingeweiht und finden den ‘Krug’ mühelos in brizzeliger Vorfreude auf den Abend. Im Sommer stehen die Fenster des gerade mal 40m² großen Gastraumes immer sperrangelweit auf. Sie geben dann den Blick auf die Leckereien frei, die Chef de Cuisine Holger in seiner offenen Mini-Einbauküche gerade zaubert. Es duftet herrlich nach Mittelmeer: Rosmarin- und Thymian-Aromen wabern uns vielversprechend entgegen. Der diensthabende Küchenchef ist Herr über vier Kochfelder, auf denen er wirklich alle schmackhaften Gerichte des Abends in windeseile zubereitet. Eine Bitte Kinder! Versucht das nicht alleine zu Hause, dann wird Mutti echt böse!Da es noch früh ist, haben wir die Wahl zwischen einem ‘kommunikativen Tisch’ und einem nur für uns beide, zu Holgers Füßen. Man muss nämlich wissen, dass die Plätze im ‘Krug’ sehr begehrt sind. Es kommt durchaus häufiger vor, dass man – schwupps – nette Tischnachbarn bekommt, die man (noch) nicht kennt. So entstehen wirklich amüsante Abende, an denen man sich gern festquatscht und dann doch den ganzen Weinkrug bestellt.

Eben das ist auch das Konzept der Inhaberin Terry und ihrem Freund Ole, die im November 2009 die ehemalige Punkkneipe zu einer Weinwirtschaft umfunktionierten. Hier spielt es keine Rolle, welche Hanglage der Wein hatte oder ob er beim geräuschvollen Durch-die-Zähne-ziehen anregend nach Moos und Erde schmeckt. Hier zählt, was Spaß macht und gefällt – auch und besonders für die Gäste mit Zwiebelportemonnaies*. Es hat sich leider rumgesprochen, dass man hier auch hervorragend essen kann: Die drei hauseigenen Köche Tim, Holger und Nils sind alle keine unbeschriebenen Blätter in der Gastronomieszene. Sie haben unter anderem im Nil und im Freischwimmer gekocht. So hat sich das Küchen-Trio mit dem Sepiaeintopf mit Safran Aioli mal wieder in unser Herz gekocht.

Bei diesem Lokal handelt es sich um einen Geheimtipp, der von unserer allerliebsten und krugaffinen Freundin Gesa mit dem Worten „mein absoluter Lieblingsladen“ dezent zu uns herüber wehte. Wir gehen daher mit dieser wohlschmeckenden Empfehlung sehr vorsichtig um. Darum, meine lieben Freunde: Es ist angerichtet und mein persönliches Geschenk für Euch nachträglich zum Weltkuscheltag!

*Für alle, die nicht wissen, was ein Zwiebelportemonnaie ist: Man muss weinen, wenn man reinschaut.

http://www.krug-hamburg.de/

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