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Warum feiern wir Ostern?

Warum feiern wir eigentlich Ostern?

Mama, warum feiern wir eigentlich Ostern?‘ Uff, da sind wir wieder! Schön, dass Ihr dazugeschaltet habt, bei ‚Kinderfragen, die uns Erwachsene ziemlich dumm da stehen lassen‘.  In der Kinder-Osterfest-Aufklärung sind wir wenigstens schon soweit, dass mein Nachwuchs weiß, Ostern wird nicht nur gefeiert, damit sie Lila-Klapper-Osterschokohasen im Garten suchen können. Mal so unter uns, selbst als Mensch mit christlichem Glauben könnte ich nicht aus dem Stehgreif erläutern, warum wir Ostern feierlich begehen. Zumal der schmerzhafte Weg zur Kreuzigung Jesu nicht wirklich ein Grund zum Jubeln ist. Da es mich als Kind selbst sehr traurig gemacht habe, scheue ich mich, von Nägeln und Dornenkronen zu erzählen. Mein Gedruckse beindruckt mein Kind nicht. Ein Paar blaue Augen bohrt Löcher in meine Stirn und mir bricht der Schweiß aus. Oh, jetzt nur nichts Falsches sagen… ‚Warte Schatz, das muss Mutti erst mal nachlesen!‘ Also machte ich mich auf, um ‚erleuchtet‘ zu werden und stoße dabei auf gute Ratschläge, Kindern das Osterfest und seine Bedeutung näher zu bringen:

Albert Biesinger, Professor für Religionspädagogik zeigt beispielsweise im FAZ-Interview, interessante Erklärungs-Ansätze, darunter auch, wie man die wichtigste Frage eines Kindes beantwortet: ‚Wenn Gott seinen Sohn Jesus wirklich geliebt hat, warum ließ er es zu, dass er so leiden musste?‘ Biesinger erklärt:

„Doch, er hat ihn sogar sehr geliebt. Gott hat Jesus dazu nicht gezwungen. Jesus ist freiwillig aus der göttlichen Welt zu uns gekommen, um uns zu zeigen, dass mit dem Tod nicht alles aus ist. Damit er das konnte, musste er selber durch den Tod hindurchgehen. Jesus kam nach seinem Tod wieder zu Gott, durch die Auferstehung“

Auch die Frage, warum Jesus sich nicht gegen seine Kreuzigung gewehrt hat, erklärt er einleuchtend und verständlich:

„Eine Kreuzigung ist ein schmerzhafter Tod. Damit wird deutlich, dass Jesus selbst Opfer wurde, dass er keiner war, der immer siegt, dem es immer gutgeht und der immer lächelt. Er wurde ungerecht behandelt. So zeigte er den Menschen, die selber Schmerzen haben, dass es ihm genauso ging.“ (Quelle: FAZ)

Christiane Zimmermann-Fröb, Referentin für Kinderbibelwochen der Evangelischen Kirche Rheinland, rät Eltern und Erzieher dazu, die Passionsgeschichte komplett zu erzählen, beginnend mit dem Abendmahl, das Gründonnerstag gefeiert wird.

‚“…gerade für die Jüngeren muss das Trösterchen schon gleich von Anfang an mit drin sein“, sagt die Pastorin, denn es dauere in Kindergärten oder in Kindergottesdiensten Wochen, die letzten Lebenstage Jesu zu schildern. „Darum erzählen wir vom Happy End her, von der Auferstehung am Ostersonntag, vom neuen Lebens Jesu an Gottes Seite“, erklärt Zimmermann-Fröb.‘ (Quelle:T-Online.de).

Das besagte Trösterchen ist der Höhepunkt der Festtage, die Wiederauferstehung Jesu am 3. Tag, dem Ostersonntag. Obwohl Jesus am Kreuz gestorben ist, steht er Maria Magdalena wenig später gegenüber und tröstet sie. Sinnbildlich tröstet er uns und zeigt, dass es trotz allen Leidens immer Zuversicht gibt. Hoffnung. Besonders die Hoffnung, dass mit dem Tod ist nicht alles vorbei ist. Das ist wahrlich ein Grund zum Feiern!

Bei meinen Recherchen stoße ich auf den obigen Trick-Film, der die Ostergeschichte kindgerecht darstellt. Also nehme ich meine Große auf den Schoß und schaue ihn gemeinsam mit ihr an. Mir kullern kurz die Tränen – bin nah am Wasser gebaut… Auf mein vorsichtiges ‚Na, wie fandest du den Film?‘ folgt ein promptes: ‚Traurig und schön!‘ Irgendwie passt das.


Mit diesen Worten wünsche ich Euch allen ein frohes Osterfest mit Euren Lieben!

Bildquelle: http://pinterest.com/pin/338614465702553001/

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  1. Hallo Sina,

    danke für das schöne Posting, wie ich finde.

    Zwar leicht verspätet, dafür vielleicht recht passend der Oster-Blick in die nahe und weite Welt:
    http://lehrer-blog.raabe.de/haetten-sie-es-gewusst-ostern-weltweit/

    Viele Grüße
    Ingo

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