Sinas Welt

Von Hamburg bis ganz weit weg

Käffchen mit Sina

Auf ein Käffchen mit… ach ja, mit mir

Auf ein Käffchen mit...

Wann bist du geboren? Also bitte, so etwas fragt man eine Frau einfach nicht! Aber so viel sei gesagt, Twix hieß da noch Raider!

Welche Ausbildung hast du hinter Dich gebracht? Immerhin einen Magister in Journalistik und Kommunikationswissenschaft. Nicht zu vergessen, die Ausbildung zur Europasekretärin  in meinem früheren Leben.

Welchen Beruf übst du aus? Public Relations, Social Media Management und Mama – ich leite ein kleines Familienunternehmen…

Wie viele Kinder hast Du? Genug. Ehrlich.

Was sind deine Hobbies und Interessen? Oh, wo fange ich an? Am besten beim…

  • guten Essen – aus dem heimischen Erascorant oder einem tollen Restaurant
  • Sport – Badminton als große Leidenschaft, Volleyball, Laufen, Qui Gong für’s Erden
  • Kunst – selbstgemacht, wenn die Zeit mal da ist oder in den Museen dieser Welt
  • Musik – besonders nett, mit meiner Tochter im Duett
  • Theater – ich liebe Theater!!
  • Schreiben – in diesem Blog, im Unternehmensblog und für jeden, der mich um einen Satz bittet…
  • Social Media – ob twitter, pinterest, facebook oder google+ treibe mich überall rum und freue mich immer über neue Follower!
  • Startup-Themen – geschuldet durch eine tolle Hamburger Startup-Community, die viele interessante Gründungsideen hervorbringt

Wie würdest Du Deine Besonderheiten beschreiben: Kaffee mit Schaum oben drauf, definitiv eines meiner vielen Laster…vor dem morgendlichen Cappuccino spricht man mich daher besser nicht an. Außerdem bin ein bisschen verrückt, fürchterlich emotional und würde am liebsten den 50-Stundentag einführen, damit für all die Flameco-tanzenden Gedanken im meinem Kopf genug Zeit bleibt, sie in die Tat umzusetzen. Ähnlich wie meine Gedanken, tanze ich manchmal auch und das in den unpassendstens Momenten. Außerdem liebe ich es zu fluchen, dass meine Kinder mich des Öfteren auffordern, ich möge mich doch bitte mäßigen. Ansonsten geht’s mir gut!

unplugged im Urlaub

Warum schreibst Du ein Blog? Die Netzwelt hat mich bereits während meiner Magisterphase am Institut für Journalistik und Kommunikations-wissenschaft der Uni Hamburg in ihren Bann gezogen. Meine Magisterarbeit befasste sich mit dem Thema ‚User Generated Content‘ und wurde nahezu ein Jahr lang mein geistiges Zuhause. Da das Schreiben meine große Leidenschaft ist und das Internet jedem die Möglichkeit bietet, die eigenen Texte zu publizieren, war der Weg zum Bloggen quasi vorgestanzt… und keiner kann mich aufhalten (*diabolischgrins*)…außer jemand zieht den Stecker vom Internet!

Käffchen schon alle…Danke für das Gespräch!

  1. Björn

    Liebe Sina,

    ich bin zufällig durch einen Link in einem „Zeit“-Kommentar, zum Thema „Klout-Score“ auf deine Seite gestoßen. Erst einmal möchte ich zu diesem, heiß diskutierten Thema, sagen, dass es mich schon ziemlich beunruhigt hat, mir den möglichen Einfluss auf den Einzelnen und die Gesellschaft, eines solchen statistischen Wertes, in der Zukunft vorzustellen, zumal ich prinzipiell ein an sozialen Eitelkeiten eher bescheidener Mensch bin und auf „tiefe“ und emotional intime menschliche Beziehungen mehr Wert lege, als darauf, meine geistigen Ansichten überall zu propagieren (auch, wenn ich es hier gerade tue ;-), was eher die Ausnahme ist ), um soziale Anerkennung in erhöhtem Maße zu bekommen -also bestimmt einen sehr niedrigen Score habe.

    Es kommt mal wieder die „darwinistische bzw. theologische Frage“ auf, ob das Erfolgreiche, das Gute ist. Und in wie weit im Beispiel von Umsatz-Steigerungungen eines Unternehmens, unter Nennung dieser Grundfrage, ein „Klout-Wert“, bei Akkreditierung eines Mitarbeiters, mit der Gesellschafts-Moral vereinbar ist. Das diese auf dem Prüfstand steht, ist jedenfalls die Quintessenz, die aus dem „Zeit“-Beitrag ziehe. Dass, u.a. wer viel sagt und viele Freunde hat, die wichtig sind, automatisch, „mechanisch“ nach Daten-Lage -und darauf kommt es an – beruflich und wirtschaftlich bevorteilt werden könnte (z.B. in Hotels, bei Produkt-Rabatten, Jobs etc.) -was, wie ich finde, fast eine Perversion des Darwinismus‘ ist und, was ich aus Definitionen über Philosophien von gesellschaftlicher Gerechtigkeit in Deutschland, die ich gelesen habe (deren genaue Termini ich gerade nicht mehr zur Hand habe), die teilweise als Ideale in der Politik und als Grundlage unserer Gesetze gelten, schlussfolgere, aus dieser Perspektive, demnach zumindest für den Großteil unserer Bevölkerung ein Paradoxon ist. Auch, wenn im Klout-Wert der qualitative Wertgehalt (wenn ich das richtig gelesen habe) mit berücksichtigt wird, finde ich den Wert vor allem bedenklich, weil leider sehr viele Menschen glauben: Was viele mitreißt, ist gut. Wirtschaftlich „gut“ vielleicht (?) ja, aber wozu es langfristig führt, da sollte man schon sehr weise differenzieren, finde ich. Am Beispiel Justin Biber (wie in dem „Zeit“-Artikel beschrieben – Score von 100), wird meiner Meinung nach erkennbar, wie „schlimm es schon mit der Kommerzialisierung, die inhaltlich ja fast ausschließlich materielle Werte propagiert, in unserer Welt steht – Kommerz, der Motor des Kapitalismus. Kapitalismus, meiner Meinung nach, der größte Faktor in der fortschreitenden Umweltzerstörung der Erde. Da wir Menschen ja, ebenfalls, meiner Meinung nach, immer mehr instrumentalisiert werden, für das Brutto-Inlandsprodukt usw., also wirtschaftlich am effizientesten nutzbar gemacht werden, wundert mich das Aufkommen von etwas, wie dem „Klout-Wert“ also nicht. Und allein die subjektiv empfundene Bedrohung eines anscheinend aussagekräftigen und verstörenden Wertes über den Wert eines Menschen in der heutigen Zeit, sagt ja schon viel über das System aus. Das Inhalte (abstrahiert, auch menschliche Werte), oft weniger wiegen, als Quantität (und auch Populismus) zum Zwecke, des Erlangens wirtschaftlichem Gewinns, bzw. Vorteilen. Ich halte den „Klout-Score“, wegen des wachsenden Unmuts in der deutschen Gesellschaft, über die, für viele, unsozialen Folgen von notwendiger Gewinn-Optimierung auf höchstem Niveau, wie Arbeitsverdichtung (Multitasking) und häufig geforderter räumlicher Flexibilität etc., jedoch nicht wirklich für ein Paradoxon, sondern nur für einen weiteren „Schnitt“ in die Polarisierung der Ideale in unserem Land. Wenn ich ganz weit fort spinne, denke ich, steht irgendwann ganz krass reich und „böse“ (im Sinne von „mit geringen humanistischen Idealen“), arm und „gut“ (im Sinne von emotional Intelligent) gegenüber. Das ist aber nur eine fiktionale These.

    Ich schreibe seit meiner Jugend Musik und habe sogar an einer Akademie meine Fähigkeiten verbessert. Aber von Anfang an, war mein Gedanke ausschließlich der, damit denjenigen Menschen eine Freude zu machen, die ich liebe und deren persönliche Meinung und deren Gefallen an meiner Musik, mir von Herzen etwas bedeutet. Beim Klout-Score geht es ja vor allem um das Marketing-Potential und wie sehr Menschen wirtschaftlich verwertbar sind. Und je mehr Einfluss ein solcher Wert gewinnt, um so (noch) tiefer gleiten wir, meiner Meinung nach, in eine kapitalisierende Gesellschaft – also tendenziell eher das Gegenteil einer (christlich) humanistisch denkenden Gesellschaft, mit seiner hohen Werte-Moral.

    Wie schon erkennbar, neige ich eher dazu, lieber wenig zu haben, als viel und erfolgreich zu sein, solange ich das tun kann, was ich liebe – selbst, wenn das sehr viele Nachteile hat. Hauptsache es kommt in den Herzen der Menschen an. Denn für das bestehen des Alltags in der heutigen Zeit, brauchen viele davon viel, um überhaupt noch die Moral zu haben, jeden Tag den wachsenden Druck im Beruf zu ertragen.

    Und eben aus den genannten Motiven, würde ein „Klout-Score“, in seiner vollen Entfaltung, Ideale, die nicht ausschließlich dem Kapitalismus (und Materialismus) zugeneigt sind, zusätzlich gefährden. Und was dann irgendwann passieren könnte, kann man ja aus dem herauslesen, was ich geschrieben habe. Jedenfalls hätte das, meiner Meinung nach, über den Weg der Arbeitsmarktveränderung und einem Wertewandel, unabsehbare Folgen (und wahrscheinlich nicht die besten) für das soziale Gefüge in unserer Gesellschaft. Ich denke aber, es wird so kommen. Die Gier nach Geld ist eben zu groß und jede Methode recht, die den Fluss am Fließen hält.
    Leider war es in der Geschichte der Menschheit schon immer so, dass der, der am meisten zu bieten hatte, am meisten bekommen hat ( nach dem Motto, der Neandertaler mit der größten Keule, hatte die meisten Frauen). Und leider geht es auch heute, im Prinzip, immer noch genau darum. Um Anerkennung durch Macht
    und Erfolg, also ums Ego. Sonst würde es keinen „Klout-Wert“ geben. Und leider bietet dieser Planet zu wenig Zufluchtsmöglichkeiten, die „ganz nett“ sind, um sich dem, was diese Haltungen umgibt bzw. hervorgerufen hat, zu entziehen, erst recht nicht, wenn man arm ist, weil man ja anders denkt. Schade eigentlich.

    Was ich unbedingt noch sagen möchte, ist, dass ich noch nie einen so „feinen“ und sympathischen Blog gelesen habe. Weiter so.

    • sina

      Lieber Björn, zunächst einmal vielen Dank für Deinen Kommentar und für Deine Meinung zum Thema. Die Mühe, die Du Dir gemacht hast, alles nieder zu schreiben, zeigt mir, dass es Dir eine Herzensangelegenheit war/ ist. Was man beim Thema klout allerdings nicht vergessen sollte ist, dass er den meisten Menschen egal sein kann, weil er hauptsächlich für eine Branche relevant ist, die sich mit Kommunikation in den sozialen Kanälen sehr gut auskennt und weiß, wie sie mit dem klout-Score umzugehen hat. Wenn ein Unternehmen tatsächlich seine Mitarbeiter nur nach dem klout-Score aussucht, dann bleibt die Frage ob es ein wirklich verantwortungsvoller Arbeitgeber wäre, bei dem ich arbeiten möchte…Auf der anderen Seite, wenn ich einen Job im Kommunikationsbereich machen möchte, dann ist es ja schon wichtig, über verschiedene Kanäle vernetzt zu sein, was der klout-Score in gewisser Weise abbildet. Es gibt viele Punkte, die sehr kritikwürdig sind, da gebe ich Dir recht!
      Ich freue mich auf jeden Fall, dass dir Sinas Welt gefällt und hoffe auf viele Besuche 🙂

  2. Tim de Wit

    Hallo Sina!

    ich bin auch ganz zufällig auf deine Website gekommen. Ich bin Korrespondent für den niederländischen Rundfunk NOS und wohne und arbeite in Berlin. Weil ich schon viele Beiträge über Berlin und Startups gemacht habe – denk ich das es ganz interessant wäre auch so etwas über Hamburg zu machen!
    Wäre es möglich mit Dir irgendwann über dieses Thema zu sprechen? Wäre es möglich das Du mir eine E-mail schreibst, damit Du mich vielleicht ein Paar Tipps geben kann? Oder das wir vielleicht mal telefonieren können?
    Vielen Dank im Voraus!
    Viele Grüße,
    Tim de Wit
    NOS

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